Nanotechnologie - eine haargenaue Angelegenheit

Am Dienstag habe ich das Center für Nanotechnologie an der Heisenbergstraße besucht und mich dort über die Arbeit und Forschung der Unternehmen informiert. Das Center beherbergt verschiedene Unternehmen, die im Nanobereich forschen und arbeiten. Ich durfte einen blick hinter die Türen der Arrows Biomedical Deutschland GmbH und der Monasterium Laboratory Skin  Hair Research Solutions Gmbh werfen.

Arrows Biomedical hat sich auf die Tumordiagnose spezialisiert. Durch spezifische Diagnose können die Wissenschaftler die Tumore der Patienten einordnen und tragen somit zu deren Behandlung bei. Auf Einladung des Firmenchefs Arnold Ream konnte Ich selbst einen Blick durch das Mikroskop werfen und mir Test-Proben in unglaublicher Vergrößerung angucken.


Auf dem Computer sehen die vergrößerten Proben noch beeindruckender aus. Dem unerfahrenen Betrachter sagen solche Bilder gar nichts, ein Zusammenhang mit der betrachteten Probe ist nicht mehr zu erkennen. Für die Wissenschaftler um Frau Dr. Sager hingegen  sind diese Bilder  aussagekräftig. Sie leiten daraus Ihre Erkenntnisse ab, die Sie für die tägliche Arbeit benötigen.

Das Monasterium Laboratory forscht im Bereich Haut und Haare. Als eins von fünf Unternehmen weltweit kann das Labor Test an lebenden Haaren durchführen und dadurch wichgige Forschung von der Medizin bis hin zu Kosmetik leisten. Die Forscher im Monasterium Labor forschen dabei ausschließlich an Proben und verzichten vollständig auf Tier- oder Menschenversuche.

Für mich ist besonders eine Erkenntniss hängen geblieben: Es gibt Hoffnung für alle, die von grauen Haaren oder Haarausfall betroffen sind. Die Forscher sehen sich in diesem Bereich auf einem vielversprechenden Weg und lassen sogar durchblicken, dass bereits ausgefallene Haare in Zukunft wieder wachsen könnten. Für den ein oder anderen mit Sicherheit eine gute Nachricht.

Im Technologiepark, der direkt gegenüber des Nanotechnologiezentrums liegt, habe ich bereits erfahren, dass die Unternehmen sich untereinander rege austauschen und die interdisziplinäre Zusammenarbeit gut funktioniert. Im Nanotechnologiezentrum funktioniert das ebenfalls sehr gut, so übernimmt  Arrows Biomedical beispielsweise Analysen, die Monasterium nicht leisten kann und umgekehrt nutzt Arrows Biomedical die Fähigkeit von Monasterium Proben in winzige Scheiben zu schneiden.

Dieser Austausch von Wissen und Kompetenzen ist vorbildlich und einer der Faktoren, die Münster zu solch einem bedeutenden Wissenschaftsstandort machen.

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