Wohnraum

Wer bereits in Münster eine Wohnung gesucht hat weiß, das ist gar nicht so einfach. Vor allem günstiger Wohnraum ist in einigen Lagen kaum zu finden. Münster darf nicht zu einer Stadt werden, in der es den Besserverdienern vorbehalten bleibt innerhalb der Promenade, oder an anderen viel nachgefragten Orten zu wohnen und in der sozial schwächere aus der Stadt gedrängt werden.

 

 

Mit der Einführung der Kappungsgrenze 2014 haben wir Mieterhöhungen in bestehenden Mietverhältnissen gedeckelt und 2015 mit der Einführung der Mietpreisbremse auch die Mietpreise bei Neuvermietungen eingeschränkt.

Diese Instrumente können allerdings nur in Kombination mit einem erhöhten Wohnungsbau und einer innovativen Stadtentwicklung funktionieren. Es müssen mehr Wohnungen gebaut werden und vor allem mehr bezahlbare Wohnungen gebaut werden. Deshalb investiert das Land NRW mehr Geld in den sozialen Wohnungsbau, als jedes andere Bundesland in Deutschland. 2017 liegt das Fördervolumen in NRW dafür bei 1,1 Milliarden Euro.

Neue Wohnungen dürfen allerdings nicht planlos aus dem Boden gestampft werden. Neue Quatiere müssen bedarfsgerecht errichtet werden und bestehende Quatiere dahingehend ausgebaut werden. Münsters Wohnviertel müssen so gestaltet werden, dass sie über eine senioren- und pflegegerechte Infrastruktur verfügen, die Begegnungen zwischen Jung und Alt ermöglicht. Deshalb wollen wir ambulant betreutes Wohnen, Seniorenwohngemeinschaften und Mehrgenerationenhäuser in moderne Wohnviertel integrieren. Darüber hinaus setzen wir uns in Münster verstärkt dafür ein Familien-, Senioren und Bürgerzentren zu fördern. Jedes Quartier und jeder Stadtteil braucht mindestens einen Ort für das Gemeinschafts- und Nachbarschaftsleben sowie Kulturarbeit seiner Einwohner – egal welchen Alters.